Träume, Mauern, Grenzüberschreitung …

Träume, Mauern, GrenzüberschreitungenKönnen Träume sterben? Kann ein Traum einfach ausgeträumt sein? Erschlagen von der Realität? Wann ist es zu spät, und was soll das eigentlich heißen? Wo hört die Fantasie auf und wo beginnt das Leben?

Du wirst als kleiner Mini-Mensch in diese Welt geworfen, voller wilder Gedanken und Ideen. „Ich möchte Rennfahrerin werden UND Astronautin UND Prinzessin! Und außerdem Mama und Kindergärtnerin und Tierärztin! Aber wenn das nichts wird vielleicht auch werde ich einfach Höhlenforscherin, Piratin finden und Primaballerina, gleichzeitig (was sonst?)!“

Alles ist möglich, denn Grenzen gibt es nicht! Niemand hält dich auf und alle halten zusammen. Doch dann, kommen die Erwachsenen: „Kind, du kannst nicht Pirat werden. Es gibt keine Piraten!“ – „Aber, vielleicht werde ich eine große Tänzerin?!“ – „Nein, vergiss das! Wie soll das gehen? Wir sind doch nicht in Russland hier!“ – „Aber … ich könnte doch Malen! Schau hier ich hab ein schönes Bild gemalt!“ – „Jaja, schön … lege es zu den Anderen. Das ist kein Beruf, außerdem braucht man dazu Talent und leben kann man davon auch nicht!“.

So geht es weiter und weiter. Monat für Monat. Jahr für Jahr. Immer mehr Einwände und Einsprüche. Unüberwindbar scheinende Grenzen wachsen zu Mauern, immer weiter mit dem Alter, rund herum um das Kind mit den Träumen. Kein Fenster, keine Tür nur graue, kalte, nackte Wände. Es wächst so weit, bis du gar nicht mehr hinaus schauen kannst. Bis kein Tageslicht mehr zu sehen ist. So lange bis es nur noch diesen Raum gibt und die bunte Welt dahinter vergessen scheint.

Warum ist das so? Warum tun wir das? Wieso wird immer nur gemauert und begrenzt? Manchmal muss hier und da eine Grenze sein, aber eine überwindbare! Auch Mauern haben ihren Sinn, doch nur mit großen, weiten, hellen Fenstern und immer noch weit darüber hinaus sehen zu können.

Reißt die Mauern ein, macht die Fenster auf und öffnet die Augen. Zu spät ist erst wenn du es sagst.