Sturmkind

stomchaser

Das wiederkehrende Gefühl mitten in einem außer Kontrolle geratenen Sturm zu sitzen. Ein eindrucksvoller Wirbelsturm in dem alles unkontrolliert umher fliegt: ToDos, NotToDos, Gedanken, Worte, Menschen, Anforderungen, Ängste, Erwartungen, Tatsachen, Spekulationen, Vergangenheit, Zukunft … alles fliegt wild im Kreis um mich herum.

Manches blitzt kurz auf, um meinem Kopf einen tiefen Stich zu versetzen und verschwindet kurz darauf direkt wieder. Nichts ist greifbar. Der Lärm des Windes brüllt in der Luft um mich herum.

Ich sitze im Auge des Sturms auf meinen Fersen und kann mich nicht rühren. Selbst wenn ich könnte… wohin sollte ich? Jede Bewegung hätte zur Folge in den Sturm zu geraten, erfasst zu werden und dort auch haltlos veroren zu gehen. Ich vergrabe meinen Kopf in meinen Armen und möchte schreien. Einfach schreien, bis alles wieder verschwunden ist. Bis alles gut ist. Und ruhig. Doch es geht nicht. Ich habe keine Stimme mehr. Oder der Sturm ist einfach nur zu laut geworden und versschlingt auf der Stelle und jeden noch so kleinen Mucks.

Einatmen. Ausatmen. Abwarten. Alltag.