Simone goes Pflanzenhaarfarbe

Sante Pflanzenhaarfarbe MaronenbraunFeiertage sind für Experimente! (Teil 1)

Ich naives Dummchen ich! Dachte ich doch glatt, diese „Pflanzenhaarfarbe“ aus der Drogerie wäre etwas VÖLLIG anderes als Henna. Aber dem ist gar nicht so!Meine letzten Experimente mit Henna-Haarfarbe liegen schon eine Weile zurück – ich glaube ich war 15 oder 16, als ich das getestet habe. Und ich fand es total fies. Es war aufwändig, hat gemüffelt und ich habe das komplette Bad mit dem Gematsche eingesaut (Glücklicherweise scheine ich da heute etwas geschickter zu sein.)!

Also bin ich die nächsten Jahre auf richtig schöne Chemiefarbe umgestiegen – schließlich macht das auch ein viel schwärzeres Schwarz als der Kräuter-Kram und was wollte das Gruftimädchen mehr?! Seit einiger Zeit habe ich aber schon keine Lust mehr auf schwarz und habe immer in Brauntönen nachgefärbt, sobald sich ein Ansatz bemerkbar machte. Da ich aber irgendwann mal beschlossen hatte, nach und nach unnötige Giftstoffe aus meinem Leben zu entfernen*, dachte ich die Haarfarbe wäre ein guter Anfang. Der erste Versuch in diese Richtung war eine Färbung aus dem Bioladen, aber ich fürchte, die war ungefähr genauso Bio wie eine Maxi-Dose Redbull-Cola!

Also ein neuer Start! Diesmal: Sante Pflanzenhaarfarbe in Maronenbraun. Wie gesagt, es ist wie Henna: Ziemliche Sauerei, müffelt, recht aufwändig und muss ziemlich lange einwirken. Schon beim „Brauen“ der Masse kamen erste Beschwerden, wie das stinke!

Die Anleitung sagte, dass das Ergebnis besser würde, wenn man das mit Rotwein anmischt, statt mit Wasser. Schicksalhafterweise hatte ich auch gerade den widerlichsten Rotwein der Welt gekauft und wusste mit dem Zeug nix anzufangen, also auf den Kopf damit!

GematscheSchmuddelwasser in Schmuddelwanne

Würde ich diese eklige Sauerei wieder veranstalten? Auch wenn mein Freund das sicherlich nicht gerne hört, ich fürchte schon! Es ist besser für mich (Gift, Chemie und so), für meine Haare (die sich tatsächlich schon etwas besser anfühlen) und für den Mülleimer (ich muss nicht mehr so viele Plastikfläschen/Tuben/Beutel wegwerfen). Außerdem riecht die Chemiefarbe auch nicht wirklich lecker – man ist nur eher daran gewöhnt und darf sie schneller wieder vom Kopf waschen, nachdem sich die Farbe in die Haare geätzt hat.

Also „Byebye aggressive Giftbombe!“ und „Hallo kuhfladenähnliche Pflanzenpaste!“! Ich bin gespannt auf die Langzeitergebnisse!

Ein Vorher-Bild habe ich vergessen und auf dem Nachher-Bildern kann man, dank der ziemlich unspektakulären Farbwahl ohnehin nichts erkennen, darum lasse ich die einfach weg. Aber ich sehe zumindest keinen Ansatz mehr. Win! Wobei ich beim nächsten Mal einen anderen Farbton nehmen würde … irgendwie hätte ich mir das Maronenbraun doch noch ein wenig maroniger vorgestellt. ;)

Außerdem merke ich mir für das nächste Mal auch, dass ich genauer in die Anleitung gucke und das Zeug mit Spülung rauswaschen sollte, statt nur mit Wasser. Wer lesen kann … ihr wisst schon!

*Das klingt jetzt total löblich, gesund und öko – schaff ich aber meistens nicht. Sei es aus Faulheit, Inkonsequenz oder Unachtsamkeit … aber zumindest versuche ich die Augen etwas mehr offen zu halten und mich selbst dafür zu sensibilisieren.