Ein Hoch auf die Unverkrampftheit

Es blüht! Ganz unverkrampft ...

Eigentlich ist es ja alles nichts Neues. Man ist zu streng zu sich selbst, macht sich zu viele Gedanken, über zu viele Kleinigkeiten, setzt sich zu sehr unter Druck, ist krampfhaft damit beschäftigt alles korrekt zu machen und immer die Ideallinie zu wahren, im Besten Falle sogar über das Ziel hinaus zu schießen und steht sich damit doch lediglich permanent nur selbst im Weg.

Wenn man sich im Weg steht, funktioniert auch nichts – kann es nicht, man ist schließlich hochkonzentriert damit beschäftigt alles richtig zu machen, anstatt es einfach zu machen. Doch wie gesagt, das ist ja nichts Neues. Das über die Jahre schon viele Leute bereits wohlmeinend angemerkt, doch ohne Erfolg – die Mahnungen trafen nicht auf fruchtbaren Boden. Denn wenn schon nichts funktioniert wenn man verkrampft versucht es korrekt zu machen, wie soll dann irgendetwas funktionieren, wenn man es einfach ganz unverkrampft und frei heraus tut, ohne besondere Vorkehrungen, Restriktionen oder künstliche Hürden und Mauern der Perfektionssucht? Das scheint völlig unlogisch zu sein.

Doch irgendwann kommt ein Tag (und mit ihm eine Gelegenheit) an dem man vor einer Aufgabe steht, die nicht einfach ist, aber bei der man es sich erlaubt zu scheitern. Der Tag an dem man scheitern darf, nicht nur im Notfall sondern auch einfach so. Nicht, dass es egal wäre, nur dass es unwahrscheinlich scheint. Man springt kopfüber ins Wasser, doch anstatt wild und panisch ums nackte überleben zu paddeln und dabei fast unterzugehen, findet man den „Flow“ und folgt dem Flussbett.

Plötzlich flutscht es, es fließt … einfach so … ohne Druck oder besondere Anstrengung. Aber vielleicht geht hier ein Licht an und ein Tor auf. Vielleicht keimt einer der Ratschlags-Samen die man mit der Zeit gesammelt hat. Vielleicht geht es so weiter, vielleicht fließt es, vielleicht hat man dann seinen „Flow“ gefunden. Oder findet ihn bald. Wie auch immer: Werd locker! Und bleib locker!

(Wer ein besseres Wort für „Flow“ findet, der sage mir bitte Bescheid, es ist mir noch keines eingefallen.)