Das mysteriöse Pringles-Hütchen

This is pic-heavy! Jeder kennt sie, die sagenumwobenen Mini-Hütchen, die einmal Chipsdosen waren. Ich bin sicherlich kein Meister im Fertigen von Hüten, das ist auch erst mein dritter Versuch einen zu basteln. Die beiden anderen Beispielhüte findet ihr am Ende der Anleitungsgalerie. Der Eine ist ein Accessoire für ein Tanzkostüm, den Anderen habe ich mal für eine Freundin gebastelt. Ich hätte natürlich einen coolen, schwarzen Gruftihut bauen können, aber diesen Stoff hier hatte ich nun mal gerade da, und außerdem sieht man bei dem hellen Stoff besser wie es gemacht ist (finde ich jedenfalls).

Dieser Weg ist vielleicht nicht der beste und ganz bestimmt nicht der einzige, aber es ist meiner. Ich habe versucht die Anleitung möglichst detailliert zu schreiben, damit keiner sagt er kann irgendwas nicht, denn es ist eigentlich echt einfach. Wenn doch etwas unklar ist, fragt mich einfach!

Und los geht’s:

1. Man nehme eine Chipsdose
Ob von Pringles oder von irgendwem anders ist hierbei egal, Hauptsache sie schmecken euch und sie sind in so einer Dose verpackt. Geschmacksrichtung ist frei wählbar *fg*

2. Man zerstöre die Dose
Als erstes sollte man wissen wie hoch der Hut werden soll. Markiert sich die Höhe am Boden der Dose mit einem dicken Stift und schneidet den Rest ab (am besten mit einem Cutter). Jetzt sollte man die Dose noch von Innen ein wenig sauber machen, es sei denn man steht auf den Cheese&Onion-Geruch des neuen Kopfputzes.

3. Wir basteln einen Stoffbezug
Wir brauchen ein rechteckiges und ein rundes Stück Stoff aus dem Material unserer Wahl, Größe einfach gemessen an unserem Dosenteil. Am besten ruhig ordentlich was überstehen lassen, Abschneiden kann man das hinterher noch!
Als erstes den rechteckigen Teil um die Dose legen und auf links zunähen (bei bedrucktem Stoff immer gucken, dass das Muster nach innen zeigt. Wenn’s fest ist, kann man den überstehenden Stoff schon ein wenig zurück schneiden.
Achtung! Jetzt wird es fummelig, denn nun kommt der Deckel drauf. Der runde Teil wird an dem Drumherum genähten Rechteck festgesteckt und möglichst straff von Hand angenäht. Dann wieder Überstehendes etwas zurück schneiden, das „Säckchen“ abziehen, umstülpen und wieder neu auf den Dosenteil aufziehen. Wenn es schön eng ist, ist es schwieriger drüber zu ziehen, aber sitzt später besser. Jetzt kann man noch doppelseitiges Klebeband innen an den Dosenrand kleben und den unteren Rest umschlagen, so ist der auch schon aus dem Weg.

4. Die Krempe
Wie breit sie sein muss, dürft ihr selbst entscheiden. Nun gibt es zwei Wege, Pappe oder Draht. Für das Auftrittshütchen habe ich eine Krempe gemacht indem ich einen Drahtring aus Basteldraht geformt habe und den Stoff darum genäht (genau wie hier) das geht aber nur bei festeren Stoffen oder mit Einlage richtig gut. Hat aber dafür den Vorteil, dass die Krempe hinterher in Form gebogen werden kann wie man möchte.
Dieser Hut bekommt aber eine Papp-Krempe – also einfach ein passendes, rundes Stück aus stabiler Pappe ausschneiden (ich hatte zufällig noch eines in der perfekten Größe herum liegen). passend dazu zwei runde Stoffstücke, wieder mit ordentlich „Fleisch“ außen rum.
Wenn man wie ich dabei feststellt dass der Stoff ein bisschen durchscheinend ist und man die Chips-Beschriftung sieht, sollte man nach dem Abziehen des Stoffes noch wahlweise die Dose anmalen, oder wie hier einfach mit weißem Papier überziehen.

5. Zusammenzimmern
Wir nehmen den Dosenteil und die Krempe und nähen die beiden Teile zusammen! ein paar Stiche reichen, das muss ja keinen Atomkrieg überleben. Und immer schön durch die Pringelspappe und durch die Krempenpappe durchstechen!

6. Jetzt wird es spaßig: Die Deko
Fast geschafft! Der Rohling ist soweit fertig. Darum kommt jetzt der amüsanteste Teil (abgesehen vom Aufessen der Chips)! Wir dekorieren unser Hütchen. Erst mal alles herbeischaffen, was da dran soll: Borten, Bänder, Federn, Kordeln, Perlchen, Schleifchen, Anhänger, Glöckchen oder irgendwas, das heute Morgen auf der Straße lag… egal, nehmt was ihr wollt und klebt, näht oder tackert es nach Belieben an euren Rohling!
Tipp: Bänder können unschöne Nähte kaschieren und der Teil mit Federn, Blümchen, Schleifen und ähnlichem macht sich besonders gut, da wo alle Bänder aufeinandertreffen um genau das zu verdecken.

7. Qual der Wahl: Die Befestigung am Kopf!
Jetzt scheiden sich sicher wieder die Geister, Spängchen? Bänder?? Haarreif??? Das Auftrittshütchen hat zwei Klammern zum eindrehen und festclipsen bekommen. Der gepunktete Hut hat Bindebänder für um den Kopf herum. Der Hut aus dieser Anleitung hat die Variante mit den Bindebändern bekommen.

LAST BUT NOT LEAST:
Step-by-Step-Anleitung in Bildern

Eine komplette Anleitung mit Bildern des fertigen Zirkus-Hütchens und zwei weitern Beispielhüten (denn so kann es auch aussehen). Einen der Beispielhüte sieht man auch hier im Einsatz.