Asherahs Hafla 2011

Da mich irgendwie das Pech verfolgt, war ich auch dieses Jahr mal wieder pünktlich zu Asherahs Hafla im Studio ZeitRaum krank – trotz eigentlich schon vorbereiteter Nummer. Somit habe ich zum dritten Mal in Folge nicht dort tanzen können (so was Blödes). Aber das macht nichts, denn so hatte ich zumindest Gelegenheit mir die anderen Damen ganz in Ruhe anzusehen und das hat sich wirklich gelohnt.

Ich habe den Eindruck, dass die Haflas im Studio Zeitraum immer vielfältiger und spannender werden – aber schließlich wächst auch jede einzelne Tänzerin mit der Zeit (und viele sind schon eine ganze Weile mit dabei) und es kam immer mehr begeisterter „Nachwuchs“ dazu (also Tänzerinnen die gerade erst mit dem Orientalischen Tanz begonnen haben). So zeigten Asherahs Schülerinnen, Freunde und Kolleginnen wieder was sie konnten, denn bei so einer Hafla darf jeder mitmachen, wenn er gerne möchte.

Eröffnet wurde die Tanzshow nach einer Begrüßung unserer Gastgeberin von der Gruppe Jasmin mit einem schönen Schleiertanz nach einer Choreografie von Jutta Haverkamp. Offensichtlich erfahrene Tänzerinnen, aber zum ersten Mal bei der Hafla mit dabei – erfreulicher Zuwachs in der Runde. Anschließend debütierte eine Kursgruppe von Asherah Latifa mit einer Turkish Pop Choreo, wahrscheinlich innerlich ziemlich aufgeregt aber äußerlich sehr souverän (und das beim ersten Mal!). Ganz klassisch (klassisch orientalisch natürlich) wurde es dann beim Duo al Nagma al Rakisa, ebenfalls nach einer Choreo von Asherah Latifa. Dann folgten noch ein spanischer Federfächer-Tanz der Tanzgruppe Shalima meiner Kurskollegin Gabriele Fuchs (die sich auch die entsprechende Choreografie ausdachte) ein atemberaubender Fächertanz der Gruppe Jasmin und ein bezauberndes Baladi-Stück von der bezaubernden Nahdja Sharam nach einer Choreografie von Reyhan. Zum Abschluss verzauberte uns dann die liebe Gastgeberin mit einem wunderschönen Schleiertanz, Naochika rockte mit seiner E-Gitarre zu einem Tribal/Roman Havasi Tanz seiner Partnerin Elisabeth und Sybille Shams beendete den ersten Block mit einer flotten Modern Bellydance Choreografie.

Da war der erste Block dann auch schon beendet und man konnte ein wenig plauschen (alle anderen), husten (ich) und den bunten Strauß an Stilen und Tänzen schnell verarbeiten – schließlich sollte ja bald schon ein zweiter Teil folgen.

Nun war es soweit und der zweite Teil der Vorstellung begann wie der erste Teil aufhörte, nämlich mit einer Raks Sharqi Choreografie von Sybille Shams, gefolgt von einem samtweichen Schleiertanz von Nahdja Sharam. Dann zeigte der noch junge und kleine Tribal-Stamm Damadria dem Publikum nochmal eine ganz andere Art des Tanzens, Tribal Style Dance, daran fügte sich thematisch wunderbar die besinnliche Nordic-Pagan-Nummer der beiden Töchter Hels, denen man während des Auftritts ansah, dass dies mehr als ein Tanz war. Direkt danach rummste es noch ein bisschen mit der Eisbrecher-Choreografie von Asherah Latifa getanzt von der Gruppe Shalima. Dann kam Ariel auf die Bühne und faszinierte mit einer extravaganten und ausdrucksstarken Gothic-Bellydance-Solo-Nummer (übrigens macht sie auch noch unfassbar schöne Tanzkostüme unter dem Namen RockYourBelly). An dieser Stelle kündigte das Programmheft eine Überraschung an, und die sollten wir auch bekommen! Asherah Latifa war wieder dran und tanzte einen Tanz, den so wohl keiner erwartet hatte. Ich beschreibe es mal als ein frech, süßes Rockabilly-Burlesque-Chairdance-Stück, wow! Als krönender Abschluss kamen noch einmal Elisabeth und Nao auf die Bühne uns die düstere Leidenschaft des Gothic-Tango zu zeigen, sehr toll!

Alles in allem war es mal wieder eine großartige Veranstaltung mit vielen netten Menschen, tollen Tänzerinnen und einer Menge Eindrücken. Eigentlich schade, dass das meist nur einmal im Jahr stattfindet. So, ich hoffe ich habe keinen vergessen oder mich bei irgendeiner Info vertan: Änderungswünsche einfach in mich, ich korrigiere das dann! :)
Und beim nächsten Mal kommt der Bericht dann auch etwas schneller, versprochen! Danke an alle Beteiligten, besonders Asherah Latifa und den beide Fotografen Eric und Bernd von Fotos der Nacht für die tollen Bilder.

Und nur um es mal gesagt zu haben: Im Studio Zeitraum (da trainiere und tanze ich ja auch regelmäßig) gibt es nicht nur viele tolle Kurse, sondern man kann den Raum auch nach Bedarf anmieten, zum Tanzen, Basteln, Feiern oder wonach einem der Sinn steht (und es ist wirklich hübsch da!). Also nix wie hin liebe Saarbrücker und Saarländer!