Ich muss gestehen (zu meiner Schande), ich habe “The Walking Dead” nicht gelesen, sondern kenne nur einzelne Bilder und die Fernsehserie. Nichtsdestotrotz erinnert mich mein neuestes Comicbuch doch relativ stark daran. So von Stimmung und Story … aber mal ehrlich: Vermutlich würde das auch auf noch mehr Zombie-Geschichten zutreffen, wenn ich sie kennen würde. Und selbst wenn sich diese kleine Serie vielleicht sogar ein wenig von dem Kassenschlager inspirieren lies, muss sie das ja nicht unbedingt schlecht machen.
Die Story:
Der erste Band der Serie beginnt mit einem ernsthaften hochdramatischen Intro, welches mich dann aber zum Schluss noch ernsthaft laut Lachen lies. Ab da mochte ich das Buch, auch wenn es im anschließenden Teil weniger zu Lachen gab, bzw. eigentlich gar nicht, denn es wurde wieder wesentlich ernster.
Wir begleiten den gewissensgeplagten Sam auf einer verzweifelten Suche nach seiner Tochter, die er in Panik zurückgelassen hatte. Sam findet weitere Menschen und mit Ihnen einen aufkeimenden Hoffnungsschimmer seiner Tochter einen Schritt näher zu kommen. Die Gruppe der Überlebenden scheint zum Teil seltsame Überlebensstrategien zu verfolgen, doch auch Sam bewahrt ein großes Geheimnis.
Schnell wendet sich alles und die große Hoffnung wird zu einem großen Desaster, Sam verliert was er gerade erst gewonnen hatte und irgendwie stehen alle wieder da, wo sie am Anfang auch waren. Fast! Aber mehr möchte ich hier nicht verraten.
Die Zeichnungen:
Eine trostlose, öde Endzeitstimmung durchzieht die Szenerie und die Geschichte, so wie es sich gehört: Stinkig, stickig, staubig und trostlos begleiten wir die Protagonisten auf der Suche nach Hoffnung und Leben. Die Farben sind bis auf wenige Szenen eher Braun, beige … alles wirkt miefig, stickig, heiß und verseucht. Nicht nur die Zombies verrotten vor sich hin, auch die Welt scheint langsam zu verwesen: brüchig, alt, morsch und schmutzig.
Anmerkungen:
Verdammt, ich brauche Band 2! Das Ende ist eigentlich zu dramatisch und zu offen, um nicht weiterzulesen. Wer keine Cliffhanger mag, sollte darauf vorbereitet sein. ;)
Das Format (etwas größer als A4) finde ich weniger gut, ich persönlich mag ja lieber die kleinformatigen, aber dafür dickeren Comicbücher, wobei ich natürlich gestehen muss, dass die Zeichnungen auf den großen Seiten auch ihren Reiz haben.
Die harten Fakten:
Splitter-Verlag | Autoren und Zeichner: Olivier Peru, Sophian Cholet, Simon Champelovier
> Hardcover ohne Schutzumschlag
> 48 Seiten
> Erscheinungsdatum: 25.05.2011
© für alle verwendeten Bilder der deutschen Ausgabe: Splitter Verlag





3 Kommentare
Jakub schrieb:
7. Apr. 2012
Ja, dat habe ich mir auch schon vor geraumer Zeit geholt. Band 2 ist ja auch schon raus. Gott wie lange ich darauf gewartet habe T_T
Soll auch noch Band 3 und ein prequel kommen. Werde ich mir definitiv auch holen. Ist neben The Walking Dead eine der besseren Zombie Storys.
Maehnenwolf schrieb:
7. Apr. 2012
Der erste Comic war wirkich super! Das Ende hat mich so dermaßen überrascht. Na gut, der Anfang auch, der war ja schon böse.
Leider, finde ich, machen sie mit dem zweiten teil den ersten teilweise schlechter. Ich will nicht zu viel verraten, aber warum zeigt man etwas, nur um es im zweiten Band sozusagen zu revidieren? Blödsinn…
Dennoch bin ich mal auf Band 3 gespannt!
Simone schrieb:
8. Apr. 2012
Ich bin ja mal gespannt …