The Sketchbook Project 2013

The Sketchbook Project Ich habe heute Post bekommen. Ein kleiner Umschlag aus den USA mit einem noch sehr unspektakulären Inhalt. Mein Sketchbook für das Sketchbook Project 2013 ist da. Jippieh!

Die letzten beiden Jahre habe ich immer den Teilnahmeschluss verpasst und konnte mich nicht mehr für das Projekt anmelden aber jetzt habe ich es ENDLICH geschafft! Ich habe mich angemeldet und mein Büchlein ist schon da.

Aber Moment mal … was genau mache ich denn jetzt damit? Ich habe so viele Ideen so viele Konzepte und Unsinn im Kopf, dass ich eigentlich mindestens 15 dieser Bücher bräuchte, um halbwegs damit zu Rande zu kommen. Aber nein: Ich habe nur ein Büchlein, welches ich nur einmal befüllen darf.

Was würdet ihr in euer Buch schreiben, malen oder kleben?
Würdet ihr vielleicht etwas ganz anderes damit anstellen?

Für alle die nur Bahnhof verstehen: Worum geht es hier eigentlich?

Überall auf der Welt bekommen Menschen solche Bücher zugesandt (vorrausgesetzt sie nehmen an dem Projekt teil, versteht sich) und dürfen damit anstellen, was sie wollen. Es kann vollgemalt werden, auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt, mit Worten gefüllt, beklebt zerstört, verschönt oder sonstwie be- und verarbeitet werden. Es gibt nur wenige Regeln. Es sollte halbwegs haltbar sein und das ursprüngliche Fomat muss erhalten bleiben. Das hat mit der Reise zu tun, die diese Büchlein später hinter sich bringen werden.

Bis Mitte Oktober 2012 kann man sich noch registrieren und sein Sketchbook anfordern (das kostet aber natürlich was). Bis Januar 2013 muss es befüllt und wieder auf dem Weg nach Hause sein. Ab März 2013 treten die gesammelten Werke ihre große Rundreise an. In verschiedenen Städten der USA und Kanadas (Portland, San Francisco, Austin, Chicago, Toronto, Brooklyn und Atlanta) werden die Bücher ausgestellt und können von den Besuchern betrachtet, gelesen und angefasst werden. Nach der Rundreise ziehen die Bücher dauerhaft in der Brooklyn Art Library ein, wo sie archiviert und immer wieder betrachtet werden können.

Und eines Tages, wenn ich genügend Geld und Zeit habe um mal eben in die USA zu reisen, werde ich in die Brooklyn Art Library gehen (vielleicht habe ich bis dahin ja schon Kinder oder Enkel, wer weiß wann das sein wird …), mein Büchlein heraussuchen und mich fragen, was ich mir dabei eigentlich gedacht habe. Ich werde gleichzeitig ein wenig beschämt sein, weil ich vieles dann doch lieber anders gemacht hätte, aber im gleichen Moment unglaublich froh bei diesem tollen Projekt mitgemacht zu haben. Ich werde mir vorstellen, wie viele Menschen wohl schon darin geblättert haben, was diese sich wohl dabei gedacht haben, ich werde mir ganz viele der anderen Bücher ansehen. Bücher von Menschen, mit denen mich nichts aber auch gar nichts verbindet – außer, dass wir Teil dieses Projektes waren.

Ich liebe diesen Gedanken und das ist auch der Grund, warum ich mich vor langer Zeit schon dazu entschlossen habe hier mitzumachen. Nur was genau das schließlich werden wird … das weiß ich auch am Ende dieses Artikels noch immer nicht. Ich werde weiter darüber nachdenken. Und natürlich werde ich es auch irgendwann herzeigen – was daraus geworden ist.

Ein weiterer Grund war natürlich meine lange und innige Liebe zu leeren Notizbüchern. Wie könnte ich mich da NICHT an einem Projekt beteiligen, in dem es eigentlich einzig und alleine darum geht, ein leeres Notizbuch zu füllen – mit was immer ich will! <3 Ich nehme übrigens Tipps zum Inhalt an - verspreche aber nicht diese unbedingt zu berückstichtigen! ;)