Durch das gerade laufende Gothic-Friday-Thema (mit einem Artikel, der noch nicht online ist, weil er noch auf Material wartet, aber spätestens Mitte der Woche ist er soweit …) kam ich wieder Mal darauf, dass ich früher einmal sehr viel gezeichnet und geschrieben habe. Gedichte, Geschichten, irgendwas …
Heute mache ich das irgendwie so gar nicht mehr. Also abgesehen von dem, was ich hier so alles von mir gebe. Eigentlich finde ich das sehr schade, denn ich habe das alles immer gerne gemacht, und es hat mir auch immer irgendwie gut getan.
Was dabei raus kam war nie besonders gut und ich hätte es nie auch nur einer Menschenseele gezeigt, weil ich mich geniert hätte. Aber muss das eigentlich so sein? Ist es nicht völlig egal ob es gut ist oder schlecht? Weil es einfach von mir ist, und nun mal genau so wie es ist irgendwo her kam?
Ich habe vor einigen Jahren einfach damit aufgehört und so schließlich immer alles in mir behalten, weil ich es immer als “nicht gut genug” empfand. Aber das war irgendwie auch keine optimale Lösung. Im Grunde finde ich das auch sehr schade. Immer wenn ich überlege wieder etwas in der Richtung zu machen streiten sich da zwei Stimmen. Die erste sagt “Ach nein, lass das. Das ist es einfach nicht wert.” und die andere “Ja! Los! Du magst es! Scheiß doch drauf was irgendwer denkt, und außerdem kannst du nichts besser machen wenn du es überhaupt nicht tust!”. Aber einig werden die zwei sich leider nie. Und so bleibt es meistens dabei, dass ich entweder gar nicht erst anfange, oder direkt wieder aufgebe, wenn nicht alles total super ist.
Vielleicht gewinnt ja irgendwann noch einmal die Ja-Stimme. Vielleicht vergesse ich was ich mal gemacht habe. Und vielleicht fange ich einfach noch mal ganz von vorne damit an. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.





4 Kommentare
Andi Licious schrieb:
14. Mrz. 2011
Ich hoffe die Ja-Stimme wird siegen, nicht nur, weil ich es toll finde wenn du schreibst, malst, zeichnest oder anderweitig kreativ bist, viel mehr auch, weil es das Gehirn einfach benötigt sich auszutoben um voran zu kommen.
Es spielt keine Rolle ob es jemand anders mögen würde oder nicht. Ganz davon abgesehen gibt es vor alles und jeden einen Abnehmer, man muss sich nur damit abfinden in welche Richtung man geht und die Entscheidung treffen etwas zu zeigen oder es in eine Kiste zu sperren. Am Ende wird man sowieso nicht alles veröffentlichen, denn manches ist einem zu persönlich oder gefällt einem selbst nach einem Tag nicht mehr, doch dann sperrt man es weg und weiß es für sich alleine und die Last ist dennoch von den Schultern. Selbst wenn man etwas schreibt, nur um es danach in den Müll zu werfen. (Übrigens auch ein gutes Aggressions-Training.)
Ich kann dabei nur für mich sprechen, doch mir ist es gänzlich egal, ob auch nur irgendwer etwas toll findet. Das ist ein toller Nebeneffekt und gibt auch noch etwas Schub, doch auch wenn dem nicht so ist, spielt es keine Rolle, denn ich habe es für mich alleine getan. Vielleicht gefällt es noch Jemanden, vielleicht aber auch nicht. Ich muss mich dabei für meine persönlichen Dinge bei niemanden verbiegen oder rechtfertigen. Da gibt es keinen Druck.
Simone schrieb:
14. Mrz. 2011
Ich werde die Ja-Stimme mal ein bischen pushen müssen… ;)
Celina schrieb:
14. Mrz. 2011
Geschrieben habe ich früher auch sehr häufig. Aber mehr so FanFictions über irgendwelche Charaktere aus Serien. Also genau das, was ich heute so hasse. Und ich denke, ich hab damals denselben Mist geschrieben, den die 14jährigen heute schreiben.
Vor kurzem überkam mich wieder die Lust und ich hab auch immer noch Ideen zu mehreren Kapiteln, aber ich schrieb zwei und in Gedanken sind sie schneller fertig, als auf dem Papier, weshalb alle Ideen wieder auf dem kleinen Notizzettel verkommen. Eigentlich traurig. Wenn du die Ausdauer zum Schreiben hast, dann tu es! Denn ich hab sie nicht und bewundere Leute, die zig Seiten schreiben können. Bei mir ist jedes Mal zu schnell die Luft raus.
A sketch a day › Haascore schrieb:
21. Aug. 2012
[...] fast anderthalb Jahren habe ich mir hier und überhaupt die Frage gestellt, was ich überhaupt will. Eine Frage verbunden mit Zweifeln und Unsicherheiten. Jetzt, [...]