Schreiben, Zeichnen oder nichts tun …

Vollgeschriebenes NotizbuchDurch das gerade laufende Gothic-Friday-Thema (mit einem Artikel, der noch nicht online ist, weil er noch auf Material wartet, aber spätestens Mitte der Woche ist er soweit …) kam ich wieder Mal darauf, dass ich früher einmal sehr viel gezeichnet und geschrieben habe. Gedichte, Geschichten, irgendwas …

Heute mache ich das irgendwie so gar nicht mehr. Also abgesehen von dem, was ich hier so alles von mir gebe. Eigentlich finde ich das sehr schade, denn ich habe das alles immer gerne gemacht, und es hat mir auch immer irgendwie gut getan.

Was dabei raus kam war nie besonders gut und ich hätte es nie auch nur einer Menschenseele gezeigt, weil ich mich geniert hätte. Aber muss das eigentlich so sein? Ist es nicht völlig egal ob es gut ist oder schlecht? Weil es einfach von mir ist, und nun mal genau so wie es ist irgendwo her kam?

Ich habe vor einigen Jahren einfach damit aufgehört und so schließlich immer alles in mir behalten, weil ich es immer als „nicht gut genug“ empfand. Aber das war irgendwie auch keine optimale Lösung. Im Grunde finde ich das auch sehr schade. Immer wenn ich überlege wieder etwas in der Richtung zu machen streiten sich da zwei Stimmen. Die erste sagt „Ach nein, lass das. Das ist es einfach nicht wert.“ und die andere „Ja! Los! Du magst es! Scheiß doch drauf was irgendwer denkt, und außerdem kannst du nichts besser machen wenn du es überhaupt nicht tust!“. Aber einig werden die zwei sich leider nie. Und so bleibt es meistens dabei, dass ich entweder gar nicht erst anfange, oder direkt wieder aufgebe, wenn nicht alles total super ist.

Vielleicht gewinnt ja irgendwann noch einmal die Ja-Stimme. Vielleicht vergesse ich was ich mal gemacht habe. Und vielleicht fange ich einfach noch mal ganz von vorne damit an. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.