Runter von der Bremse!

Straße

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Druck ist scheiße! Druck bremst und blockiert, insbesondere jener, den man sich selbst auferlegt. Doch gerade dieser ist, wie so oft, am schwersten abzustellen. Woher der Drang? Die hohen Anforderungen? Die übersteigerte Kritik?

Wieso kann es nicht einfach gut sein, wenn jemand etwas gut findet? Akzeptieren, Freuen, Schwungholen, Weitermachen! Klingt gut, oder? Klingt vor Allem einfach. Ist es eigentlich auch, nur nicht für dich. Du krittelst, meckerst, wertest ab, verzweifelst … aber warum? Macht das irgendeinen Sinn? Wirklichen, nachvollziehbaren Sinn?

Um eine liebe Freundin zu zitieren: „Springen musst du selbst, der Rest passiert von alleine!“. Und wer weiß, vielleicht wachsen dem Springenden ja Flügel? Vielleicht endet der haltlose Fall in einem zufällig erscheinenden Kissenberg? Oder eventuell war die Klippe gar nicht so hoch und er steht Sekunden später wieder auf den Füßen?

Wenn dir Flügel wachsen, dann sieh sie an, freu dich und flieg! Was bringt es dir, zu sagen „Das sind ja Flügel, ich weiß nicht wo die herkommen und wie die funktionieren, ich falle lieber weiter, da weiß ich wenigstens wo ich ankomme!“? Wenn du auf den Kissenberg zusteuerst, lass dich hinein plumpsen und schau wie die Federn durch die Luft fliegen! Warum willst du zur Seite steuern, nur weil du nicht weißt warum der Berg dort liegt, wer ihn aufgeschüttet hat und für wen oder was er bestimmt war. Er ist da! Und wenn du auf den Füßen landest, zweifle nicht daran! Stell dir vor du wärest gar nicht erst gesprungen, du hättest nie herausgefunden, dass die Klippe nur eine Stufe war.

Spring ab, renn los, reiß die Mauern ein und hör auf deinen Bauch, der Kopf soll zwischendurch einfach mal die Klappe halten!