Na wenn du meinst, dass du das tun musst…

Katzenportrait

Leute, was soll das eigentlich? Wieso könnt ihr nicht einfach sagen wenn ihr ein Problem damit habt, was auch immer irgendwer gerade tut? Oder was genau euer Problem ist? Vielleicht interessiert es das Gegenüber ja doch irgendwie?

Aber nein, statt dessen wir erzähltes kommentiert mit „Ja, wenn du meinst, dass du das tun musst, dann musst du das wohl…“ oder „Na, du machst solche Sachen eben…“ oder „Wenn du glücklich damit bist…“ oder irgendetwas in der Art. Was zu Hölle soll das? Darum hat man anscheinend das Bedürfnis, zwar irgendwie nix zu sagen, aber dann doch irgendwie die Betonung und Formulierung so zu legen, dass ein schaler Geschmack im Mund des Gegenübers bleibt, ohne dass derjenige auch nur im Ansatz weiß was jetzt das Problem war. Das ist auch ein bisschen wie ein angewiderter Blick und die Worte: „Ja, aber zu dir passt es irgendwie!“ (Na, danke!)

Es wäre doch viel einfacher einfach auszusprechen was einen stört!! Wie wäre es mit: „Freut mich dass es dir gefällt, aber ich habe da einige Bedenken. Nämlich folgendes … “ Solche Gespräche haben dann auch den Titel „Kommunikation“ verdient, und nicht Rätselraten und pseudo-höfliches „um-Fettnäpfen-herum-Gehopse“. Doch, oh weh!! Da könnte ja tatsächlich etwas zu diskutieren sein!! Oder man könnte auf Gegenwind treffen oder, wie schlimm, eventuell einsehen dass man im Unrecht und Einwände unnötig sind. Nein, da wird dann doch lieber alles für sich behalten, damit es irgendwo im Hinterkopf bleibt (falls man mal „Ich hab es doch geahnt“ sagen will, um schlau auszusehen), und damit der Gesprächspartner wie ein Depp vorkommt …

Find ich doof!