Mein kleines Pony

Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von: Beiläufige Details aus Haascores Vergangenheit. Wie wohl an keinem hier vorbei gegangen ist, sind die Ponys grade wieder bei allen sehr beliebt. Das find ich super – tut mir Leid, ich kann nicht anders. Ich bin quasi frühbelastet. Auch wenn die neuen Friendship-is-magic-Ponys irgendwie noch süßer sind und vor allem lustiger gucken und irgendwie Mangamäßig wirken mit ihren Augen.

Als ich klein war hatte ich einige dieser Ponys (also natürlich der Alten). Ich habe sie geliebt!! Das (glaube ich) erste Pony bekam ich, als ich mit 6 alleine im Krankenhaus lag, operiert werden musste und furchtbar Angst hatte. Zumindest ist das das Pony, an welches ich mich am eindringlichsten erinnere, weil es die ganze Zeit im Krankenhaus auf mich aufgepasst hat.

Ich war sogar superstolzes Mitglied im (hier bitte dramatischen Tusch einfügen) Pony Mami Club. Mit Ausweis! Und ich habe die Fernsehserie geguckt und immer das Heft gelesen. Einmal habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht und habe sogar gewonnen. Das Pony das ich da bekommen hatte habe ich gemalt und an das Heft geschickt. Ich glaube es wurde sogar gedruckt, aber ich bin mir nicht mehr sicher.

Irgendwann wurde der Pony-Mami-Club geschlossen und ich war sehr, sehr traurig. Zum Abschied bekam ich aber noch ein letztes Pony geschickt. Ein Weihnachts-Pony, das aber irgendwie in keiner der Pony-Listen auftaucht die man so im Netz findet. Vielleicht war das nie wirklich veröffentlicht, ich weiß es nicht.

Vor ein paar Jahren habe ich mich überreden lassen meine alten Ponys mit auf den Flohmarkt zu bringen, was erst schon irgendwie wehtat. Ich mochte den Gedanken nicht, dass irgend so ein Gör an MEINEN Ponys herumrupft und sie nicht entsprechend zu würdigen weiß.

Irgendwann stand aber ein junger Mann am Stand, der meinte wir sollen die da behalten, er käme gleich mit seiner Freundin vorbei. Das tat er auch. Ein Mädel in so ziemlich genau meinem Alter mit Glitzern in den Augen als sie die Ponys sah. Sie sammelte die. Von dem Moment an war ich beruhigt, denn ich wusste dass es den Ponys dort gut gehen würde, das war ja die Hauptsache (abgesehen davon bereue ich es trotzdem manchmal noch). Ich bin denen sogar später noch quer über den Platz nachgerannt, weil ich vergessen hatte ein Bürstchen mitzugeben.

Was lernen wir daraus?
1. Ich war ein ganz, ganz, ganz furchtbar mädchenhaftes Mädchen (Bäh! Pfui!)!
2. Ich habe eine etwas seltsame Beziehung zu meinen alten Spielsachen.

Und wer jetzt tapfer bis zum Ende gelesen hat bekommt noch eine Belohnung! Zum einen ein Zusammenschnitt aus alten Mein-kleines-Pony-Werbespots und zum anderen das alte Zeichentrick-Intro.