Manchmal macht auch Sonne traurig

Sonne im kahlen WaldWochenlang darauf gewartet. Auf Sonnenstrahlen. Auf Wärme. Auf einen ersten Hauch von Sommer. Dann kommt der Tag, frei, hell, warm. Tief einatmen und das ungewohnte Kribbeln der Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Könnt es nicht immer so sein? Immer frei? Immer hell? Immer warm?

Aber ist das überhaupt möglich? Wird es vielleicht nie wieder so sein? Wohin wird die Zeit einen tragen? Was wird geschehen? Und wo? Wie? Wann? Mit wem? Was wenn dies nur der Anfang vom Ende ist? Wenn alles aus den Fugen gerät und nichts mehr Halt und Linie findet?

Plötzlich verschwindet die Sonne. Wolken ziehen auf. Es wird kalt. Gerade war noch Sommer, doch nur für einen Moment. Ein Moment der vergangen ist. Ein Moment wie er vielleicht nicht mehr wieder kommt. Die Sonne ist Vergangenheit und die Zukunft noch wolkenverhangen und unklar. Der blaue Himmel verschwimmt im aufziehenden Grau. Bald folgt Nebel und die damit die Unmöglichkeit eine Wand von einem Weg zu unterscheide. Hoffen wir auf Regen, damit sich bald wieder das Wetter klärt und uns weiter blicken lässt.

Scheiß Wetter …