Manchmal drängt es mich …

Bücher, Bücher… eine Geschichte zu schreiben. Ob ein Buch oder zwei DIN A4-Seiten, das weiß ich noch nicht. Auch wenn ich es mir nur schwer vorstellen kann, dass ich mich kurz genug für zwei DIN A4-Seiten fassen könnte. Der Gedanke verfolgt mich seit der Realschule. Überall fliegen irgendwelche Rahmenhandlungsnotizen, Skizzen und angefangene Geschichten herum, die vermutlich nie fortgeführt werden. Denn irgendwann (meist recht schnell) erreiche ich den Punkt an dem ich mich frage: „Was soll das eigentlich? Kann ich so was überhaupt? Und wer soll das bitte lesen? Und noch viel schlimmer: Wer sollte es als erstes lesen und mir womöglich sagen, dass dies das miserabelste Schriftstück seit der Erfindung des unmotivierten Schüleraufsatzes ist?

Aber mal von der anderen Seite betrachtet: Muss es denn überhaupt einen Sinn haben? Muss die Geschichte denn gut werden? Was wenn ich einfach nur Spaß daran hätte es zu schreiben und das einzige Ergebnis dieser Arbeit ein nie veröffentlichter Hefter mit einer fragwürdigen Geschichte in einer meiner vielen Schubladen ist. Einer auf den ich, egal wie gut oder schlecht er geworden wäre, vielleicht sogar ein wenig stolz wäre. Weil ich nämlich wirklich damit angefangen hätte! Und ich hätte es wirklich zu Ende gebracht!

Dann wäre es schließlich auch scheißegal, ob das irgendwen interessiert oder ob das irgendjemand lesen möchte. Es wäre egal, denn ich hätte es geschafft und das ist ja wohl auch schon etwas.

Damals in der Schule, als langsam der Wunsch keimte Geschichten zu schreiben, wusste ich auch schon sofort welche Widmung auf die ersten Seiten sollte. Ich wollte es meiner Deutschlehrerin widmen. Dabei war es nicht mal so, dass ich ein ganz besonderes Verhältnis zu ihr gehabt hätte oder dass ich eine total herausragende Schülerin gewesen sei … aber ich war wohl einfach irgendwie dankbar für die Aufsätze, die ich bei ihr schreiben durfte. Auch wenn das vermutlich größtenteils einfach vom Lehrplan vorgegeben war. Und das behalte ich auch bei! Sollte ich es jemals in diesem Leben zustande bringen ein Buch zu schreiben und dieses sogar zu veröffentlichen (Wenn, wenn, wenn, wenn … die Wahrscheinlichkeit ist wohl nicht soooo hoch), dann würde ich die Gute vorne reinschreiben!

Also falls Sie sich irgendwann einmal googeln, liebe Frau Elsbeth Kreienbruch: Ja ich meine genau Sie, auch wenn Sie sich vermutlich nicht an mich erinnern, würde ich Sie in den Vorspann meines zukünftigen und großartigen Buches setzen! Und wenn ich Ihre Adresse heraus bekomme würde ich Ihnen auch ein Exemplar mit der Post schicken! Toll, oder? Jetzt müssten nur noch die ganzen Wenns zutreffen …