I’m in love with …

London Tower Bridge

… London!
Diese Stadt: Sie ist so schön. So vielfältig. So wirr. So alt. So neu. So fesselnd. So überraschend. So sehenswert. So liebenswert. So sympathisch. So einmalig. So voller Leben. So ruhig. So laut. So London!

Es ist eigentlich nicht so, dass ich schon in soo vielen Städten oder an soooo vielen Orten gewesen wäre, das ich mich als „viel rumgekommen“ bezeichnen dürfte, aber ich denke dieses Urteil kann ich mir erlauben. Diese Stadt ist grandios! Wir waren nicht ganz vier Tage dort, haben nur einen winzigen Bruchteil gesehen und erlebt und ich bin dennoch schlichtweg begeistert, und das nicht nur wegen der großartigen Begleitung von Andi.

Fortbewegung
Wir haben fast alles zu Fuß erkundet und dabei insgesamt sicher 50-60 km zurückgelegt in den paar Tagen. Nur einmal gab es, den wehen Füßen zuliebe, die U-Bahn, nämlich auf dem Weg zum wunderschönen Highgate Cemetery (der bekommt noch einen eigenen Beitrag). Wir haben fast nichts von Innen besichtigt, dafür aber ziemlich viel von Außen, und deshalb auch richtig viel frische Luft (na ja, frische Stadtluft halt) abbekommen. Das Wetter war allerdings auch sehr dankbar – es hat nicht einmal geregnet, und an meinem Geburtstag war sogar den ganzen Tag wunderbarer Sonnenschein.

Essen
Man sagt englisches Essen sei eklig. Mag sein. Man muss ja aber auch nicht zwingend englisch essen in England. Wo es doch sooo viele andere leckere Dinge dort gibt!
Die erste Mahlzeit haben wir ausgerechnet in einem Ami-Burger-Laden zu uns genommen – dafür habe ich da aber auch den genialsten und weltleckersten Veggie-Burger der Erde gefuttert (mit Kürbis-Frikadelle)! Wer also mal irgendwo einen T.G.I.-Fridays-Restaurant findet, Hunger hat und kein Fleisch will oder braucht: Mjam! Toll!

Außerdem gab es chinesischen Meeresfrüchte-Mix mit Crispy-Nudeln bei Loon Tao, indisches Lamm beim tollen Punjabi, mehr chinesisches (dafür aber nicht ganz so gut) bei Crispy Duck, griechisches Meze-Menu bei The Real Greek und Chicken-Curry von einem Stand im Camden Market. Und nicht zuletzt haben wir zahllose Leckereien, Süßkram, Chips und Saftgetränke bei Sainsbury’s geplündert und vernichtet. Irgendwas habe ich jetzt bestimmt noch vergessen. Aber jedenfalls war alles ziemlich lecker!

Menschen
Alle ziemlich nett und ausgesprochen höflich und (mir zumindest) grundsympathisch. Leider viele recht schwer zu verstehen, weil gerne mal irgendeine andere Sprache in die Aussprache mit hineinspielt, oder aber grummeliges London-Genuschel gesprochen wird. Aber man kann ja immer noch Mal nachfragen.
Bunt gemischt, war klamottentechnisch vieles gewohnt gewagt, einiges atemberaubend und das Allerwichtigste: Es wurde alles mit voller Überzeugung getragen. Was ich besonders mag: Viele, viele Röcke! Und echt, richtig kurze Röcke (ungeachtet der Figur der Trägerin)! Das ist voll toll! :)

Sightseeing
Eigentlich reicht es ja schon für Wochen aus einfach nur durch die Straßen zu streifen und sich dabei Fenster, Firmen, Läden, Häuser, Bauwerke und Menschen anzusehen. Denn allein das überfordert einen schon fast. Aber natürlich gibt es auch noch zahllose andere Bauwerke und Dinge die „man mal gesehen haben sollte“ – einige haben wir auch abgewandert, allerdings ohne Innenbesichtigungen oder Museen – da wären wir ja in den wenigen Tagen garnicht mehr fertig geworden, das wird alles bei Bedarf nach und nach bei weiteren Besuchen nachgeholt.

Was soll ich dazu sagen: Buckingham, Tower Bridge, Big Ben, Trafalgar Square, Picadilly Circus, Harrods, Highgate Cemetery, China Town und der wirre Camden Market. Hin und selber ansehen! Vieles haben wir bildlich festgehalten. Leider war ausgerechnet in den Läden in Camden das Fotografieren in den vielen tollen Mini-Läden meist nicht erlaubt. Aber das ist schon verständlich – die hätten wohl sonst nie Ruhe da, und ich wäre da auch nie mehr rausgekommen, das war ja auch so schon schwer genug. Harrods fand ich persönlich doof. Highgate großartig (jaja, Friedhof-Freak … ) Und alles andere… naja, schön und man ist halt Mal da gewesen. Das Stadttreiben insgesamt hat mich irgendwie mehr gepackt.

Und sonst?
Was ich bemerkenswert fand: Facebook und Twitter sind so viel mehr „normal“ als bei uns. Kaum ein Klo-Werbe-Plakat dass nicht darum gebeten hat auf Facebook geliked zu werden, in Anzeigen von Facebook und Twitter immer mindestens eines irgendwie vertreten und sogar auf den Bahntickets der Hinweis doch der Bahngesellschaft zu folgen mit Username.

Außerdem: Gleicher Kurzurlaub aus anderer Sichtweise und mit anderen Worten, mehr und besseren Fotos auch bei: andilicious.com und da gibt es auch eine wundertolle Hipstamatic-Galerie.