Ich war dumm: Ich war in der Stadt!

AutoinnensonneEin Samstag und die Sonne scheint … man könnte ja mal kurz in die Stadt flitzen und noch ein paar Dinge erledigen, außerdem ist ja auch Gratis-Comic-Tag, also nix wie hin! So dachte ich jedenfalls. Irgendwann heute. Als ich aufgestanden bin, ja selbst noch als ich mich auf den Weg gemacht hatte.

In der Stadt angekommen, sah das Ganze schon wieder ganz anders aus. Zugegebenermaßen bin ich nicht oft in der Innenstadt aka. Fußgängerzone aka. Shopping-Area. Weil, naja … ich brauche eben so selten etwas von dort und es ist so unfassbar stressig da herum zu laufen, mit all den Menschen und Geschäften und vor allem rumwuselnde Teenies und Leute die im Vorbeigehen irgendwas französisches Brabbeln*. Aber als wäre diese Alltags-Innenstadt-Nerv-Belastung nicht genug, verstopften heute noch viele irritiert und orientierungslos wirkende Männer und Jungs die Geschäfte.

Offensichtlich völlig überfordert mit der Frage, was sie Mutti zu ihrem Ehrentag überreichen sollen, wankten sie paralysiert durch die Home-Deko und Geschenkartikel-Abteilungen dieser Welt. Und bei jedem einzelnen frage ich mich: Wenn du keine Ahnung hast was du willst und sie mag, wie willst du dann spontan, am letztmöglichen Samstagnachmittag in der überfüllten Innenstadt irgendwas finden? Und was ist in solchen Fällen aus der guten, alten Pralinenschachtel/Blumenstrauß/Wellnessgutschein-Standard-Universal-Lösung geworden? Wieso müsst ihr mir hier in den Füßen rumstehen? Und wieso müsst ihr das Parkhaus so derart vollparken, dass ich mit der Riesenkarre erst kaum einparken kann und dann um ein Haar nicht mehr aus dem blöden Parkhaus heraus komme, weil irgendwer mitten im Durchfahrtsweg, in einem 45°-Winkel zur eigentlichen Parklücke steht, weil er oder sie offensichtlich zu blöd war da richtig rein zu fahren?! Okay, das war ich bei genau der Parklücke auch, aber ich habe es gemerkt und dann halt eben woanders geparkt.

Außerdem verfolgte mich heute die Vermutung und das Gefühl, dass wesentlich seltsamere Leute in der Stadt waren als sonst und insbesondere mehr davon als normal. Vielleicht liegt das ja auch am Muttertag. Oder ich war so lange nicht mehr in der Stadt, dass ich keine Ahnung habe was gerade „in“ und offenbar normal ist. Dann lieber unnormal … Mode ist komisch!

Ich bin froh wieder zu Hause zu sein. Ohne seltsame Leute. Und ich bin froh, dass ich eigentlich alles bekommen habe. Naja, fast alles … die Autos und Menschen und Warteschlangen und Teenies und Muttertagsverzweiflungskäufer haben mich so gestresst, genervt und aus dem Konzept gebracht, dass ich es nicht mehr bis zum Comicladen gepackt habe. Also keine Gratis-Comics am Gratis-Comic-Tag für die liebe Simone. :( Wenigstens habe ich noch die gesuchten Nadeln, Klemmen und Haardinge gefunden, wegen welchen ich ursprünglich in die Stadt gefahren war.

Fazit: Bitte erinnert mich nächstes, übernächstes und überübernächstes Jahr und vielleicht sogar noch das Jahr darauf bitte unbedingt und eindringlich daran, dass ich NIE, NIE wieder am Vormuttertagssamstag die Stadt betreten will. Könntet ihr das machen? Das wäre prima. (Und: Ja, mir ist bewusst, dass ich das auch schon vorher hätte wissen sollen …)

* Ihr merkt, ich rede von einer bestimmten Stadt: Saarbrücken! Entweder kommt es mir nur so vor, oder es sind oft mehr Franzosen als Eingeborene in der Innenstadt unterwegs … jedenfalls ist das französische Gerede an jeder Ecke extrem nervig, vor allem wenn man kein Französisch spricht. Zumindest geht es mir so.