Einer dieser Tage …

Grüne Wiese im Park - SaarbrückenManchmal, da gibt es Tage an denen man sich fragt warum man tut, was man tut. Was es für einen Sinn macht. Ob man nicht lieber etwas Anderes tun sollte. Dann stellt man schnell fest, dass es eigentlich nichts gibt das man tun sollte, weil man nichts wirklich kann, von nichts wirklich eine Ahnung hat und auch für nichts außerordentlich begabt wäre.

Warum also all die Mühen? Warum nicht einfach hinlegen und abwarten? Aber dadurch wir ja auch nichts besser. Manch einer beschließt wohl an einem solchen Tag „auf die Suche nach sich selbst“ zu gehen und eine Urschrei-Therapie oder einen Töpferkurs zu besuchen. Aber so etwas würde mir da nicht helfen. Ich wüsste nicht Mal wo ich mich denn suchen sollte. Wo ich einen Funken eigener Bedeutung leuchten sehen könnte.

Manchmal, da gibt es einfach Tage da traut man sich nichts – wirklich gar nichts zu, und versinkt in Selbstmitleid über eigene Unzulänglichkeiten und zahlreicher nicht vorhandener Fähigkeiten. Tage, an denen man einschlafen will ohne aufzuwachen, gefangen in einem Traum, in dem alles viel leichter ist. Oder auch einzuschlafen um in einer anderen Welt aufzuwachen und festzustellen, dass all die Zweifel und das Grauen nur ein schlechter Traum waren.

Und manchmal, da häufen sich solche Tage. Sie bringen einen dazu auch an den guten Tagen zu Zweifeln und den Glauben an sich selbst zerbröckeln zu sehen. Manchmal, da zweifelt man selbst daran, dass es eben nur „einer dieser Tage“ ist, sondern ein natürlicher Dauerzustand, in dem man sich befindet, und aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.

Manchmal ist das so, auch wenn’s absolut nicht der Fall ist. Zumindest denke ich dass es vielen so geht – Mal mehr, Mal weniger. Oder? Sehe ich das falsch?