Dieser seltsame Moment …

Im Supermarkt | Flickr | kozumel… wenn dir an der Supermarktkasse auffällt, dass du wohl irgendwie eine Tänzerin bist. Oder sich zumindest irgendwas in dir dafür hält.

Das ist der Moment, wenn du darauf wartest an der Reihe zu sein und bemerkst, dass du unabsichtlich „schön stehst“.

Der Supermarkt: Laut, unangenehm und nervig. Insgesamt sehr seltsam. Vor mir ein müffelnder Mensch in Baustellenklamotten mit seinem abendlichen Sixpack Bier, hinter dir eine Mutti die ihr nervig quengelndes Kind permanent anmault und dazwischen meine Wenigkeit! Moment, nicht einfach nur ich! Nein, ich in Pose! Kinn hoch, strecken, Bauch anspannen, Bein anstellen die Hüfte leicht angekippt und auf deinen Einsatz wartend. In meinem Kopf trällert fragwürdige Musik und ich wartest auf mein Stichwort. Was war das noch gleich?

„Zweiundzwanzig Euro Achtzig! Zahlen Sie mit Karte?“

Oh! Mein Stichwort! Mein Einsatz! Ich erwische mich bei dem Versuch, möglichst ausdrucksstark in meinem Portemonnaie nach Kleingeld zu kramen. Mir fällt auf was ich da eigentlich tue. „Schön stehen“ an der Supermarktkasse … ja, bin ich denn noch ganz frisch? Kaum ist dieser Satz fertig gedacht, schreitet die kleine Diva in mir ein, knebelt kurzerhand den Verstand und befiehlt mir auf dem Weg zum Auto möglichst dekorativ über den Parkplatz zu schweben (nicht, dass mir das gelänge – erst recht nicht mit den Einkäufen auf dem Arm).

Was bleibt sind ein paar Fragen: Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Habe ich zu viel getanzt oder immer noch zu wenig? Und vor Allem: Bin ich eigentlich alleine so bekloppt oder ist das eine ansteckende Epidemie?

Foto via kozumel